In München sollen bis 2013 100 Millionen Meter Glasfaser-Kabel verlegt werden. Das kündigte Münchens Oberbürgermeister Ude im Rahmen der FTTH-Konferenz in München an. Um die Hälfte des Münchner Wohnbestandes mit Glasfaser zu versorgen ist Kabel notwendig, das man 2,5 Mal um die Erde legen könnte. München hätte dann 32.500 Gebäude und ca. 350.000 Wohnungen an das Glasfaser-Netz angeschlossen, dies entspricht etwa der Hälfte des Münchner Wohnbestandes.
Dazu müssen 2 Millionen Meter Graben ausgehoben werden. Immerhin noch eine beachtliche Strecke von 2.000 Kilometern: einmal München – Hamburg und zurück. Dieser Ausbau belaste keinesfalls den Müncher Stadtsäckel, so Ude. Komplett verantwortlich für den Ausbau zeichnet sich M-Net, eine Tochter der Münchner Stadtwerke. Um Glasfaser-Internetzugänge zu bieten werden in der Stadt rund 250 Millionen Euro investiert, schreibt Golem.
Im gleichen Atemzug krisierte Ude die ländlische Versorgung in Bayern. Es existiere noch ein krasses Stadt-Land-Verhältnis. Es sei zwar überall mindestes eine 1MBit Leitung vorhanden, doch im Gegenzug zur Versorgung in München sei es Aufgabe des Staates die Benachteiligung des ländlichen Raumes aufzuheben.